Annette Pehnt: Chronik der Nähe

OLYMPUS DIGITAL CAMERADieses Buch…
…habe ich zum letzten Weihnachtsfest von meinem Papa geschenkt bekommen, der davon ganz begeistert war. Am gleichen Abend habe ich etwa zwanzig Seiten gelesen, war dann aber so verwirrt, dass ich mich erst einmal für ein anderes Buch entschied. Erst auf die wiederholte Empfehlung meines Vaters habe ich mich noch einmal daran versucht.

Inhalt:
Annette Pehnts hell leuchtender neuer Roman ist die schonungslose, einfühlsame Geschichte von Großmutter, Mutter und Tochter. Immer und immer wieder versuchen sie, einander nahezukommen. »Chronik der Nähe« ist ein facettenreicher Roman von Liebe und Distanz.

Annette Pehnt erzählt die Geschichte einer Familie. Und es ist eine Familie von Frauen. Wortgewaltige Lästermäuler, nicht auf den Mund gefallen, Plaudertaschen. Großmutter, Mutter, Tochter. Schwierig wird es nur, wenn das Schweigen ausbricht. Das war so zwischen der Großmutter und der Mutter. Und auch bei Mutter und Tochter ist es so. Sie schweigen, bis eine klein beigibt, bis eine die Stärkere ist und ihren Willen bekommt. Aber wie wollen sie so eine Antwort auf die Frage finden: Liebst du mich auch? Auf einer Reise lässt sich das vielleicht besser herausfinden. Bevor die Mutter stirbt. Aber ob der Ausflug nach Rügen hält, was sich die Tochter von ihm verspricht? »Chronik der Nähe« ist der Roman dreier Generationen von Frauen und eine kurze Geschichte Deutschlands zugleich.
(Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung: 
Ich muss sagen, es war doch eine große Umstellung von den Kinder– und Jugendbüchern, die ich überwiegend in der letzten Zeit gelesen habe, zu diesem hier. Vom Schreibstil her erinnert Pehnt mich sehr an Birgit Vanderbeke (Autorin von „Das Muschelessen“), da auch sie mit verwirrend langen Sätzen hantiert, in der Zeit springt und wörtliche Rede nicht mit Anführungszeichen kennzeichnet.
Erschwerend dazu kommt noch die Tatsache, dass die Handlung sich mit der Beziehung zwischen Großmutter und Mutter & Mutter und Tochter beschäftigt, wobei nur eine von ihnen mit Namen genannt wird, eben die mittlere – Annie. Auch andere auftretende Personen werden als „der Junge“, „das Kind“, „der Vater“, „der Richtige“ bezeichnet, lediglich ein Onkel trägt noch einen Namen. Dies bewirkt einerseits, dass ich länger als die Hälfte der Seiten brauchte, um rasch erkennen zu können, von welchen Personen gerade gesprochen wird (vorher konnte ich sie einfach nicht auseinander halten), und andererseits, dass die Geschichte sich stark auf die drei Frauen aus drei verschiedenen Generationen konzentriert und alle anderen mitspielenden zu eine Art anonymen Brei verschwimmen lässt. Das hat die Autorin wirklich gut gemacht!
Mir hat das Buch gefallen, jedoch muss ich sagen, dass es mir für meine Freizeit fast etwas zu gehobene Unterhaltung war. Andererseits war das Buch nicht sonderlich dick, wodurch es sich flüssig und schnell lesen ließ.
Da es nicht ganz mein Geschmack war, vergebe ich an dieses Buch 3 Sterne.

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2 Kommentare

  1. Sylli · · Antwort

    Klingt sehr interessant und fällt genau in mein Beuteschema. Werde ich mir jedenfalls merken!
    LG Sylli

  2. Liebe Sylli,
    da war also doch schon etwas für dich dabei, das freut mich!
    Liebe Grüße von Wortschnatz

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