Philip Pullman: Tödliche Missverständnisse

OLYMPUS DIGITAL CAMERADieses Buch…
… habe ich vor ein oder zwei Jahren in einer Tauschbörse entdeckt. Schon als Kind habe ich die „His dark Materials“-Reihe von Philip Pullman verschlungen und bis heute im Herzen gehalten. Als dann erneut über den Namen Pullman stolperte, konnte ich nicht anders, als das Buch anzufordern.

Inhalt
Ein Blick genügt und Chris ist verloren. Er muss sie unbedingt wiedersehen – die schöne, geheimnisvolle Jenny, von der er nur den Namen weiß. Das Schicksal meint es gut mit ihm, glaubt er, als sie sich wenig später ein zweites Mal begegnen. Doch Chris liegt falsch: Mit gnadenloser Härte drängt sich das Schicksal zwischen sie und schon bald droht ihre Liebe in einem Sumpf aus Lügen, Missverständnissen und Verrat zu versinken, aus dem es kein Entrinnen gibt. Denn zu viele Menschen um sie herum haben Geheimnisse – tödliche Geheimnisse …

Meine Meinung

Chris Marshall traf das Mädchen, das er töten würde, in einer warmen Juninacht beim jährlichen Sommerball eines Colleges in Oxford.

Brisant fängt dieses Jugendbuch an, allein der erste Satz ist ja ein echter Knaller und verspricht Aufregung und ein Kribbeln im Bauch. Der Anfang ist detailreich beschrieben, gemeinsam mit Chris, dem Protagonisten, bewegt sich der Leser über das Partygelände, als Betrachter. Schon bald begegnen wir Jenny, und ab da verflog meine anfängliche Begeisterung von Seite zu Seite. Denn anstatt irgendwann richtig ins Geschehen einzutauchen, bleibe ich in einer beobachtenden Position. Während verschiedene farblose Charaktere auftauchen und wieder verschwinden sitze ich da und verstehe es einfach nicht. Philip Pullman, der so unglaublich geistreiche Welten voller Fantasie und Spannung schaffen kann, beschert mir hier eine Geschichte, die mir eher wie ein Lückenfüller, ein Produkt der Langeweile, eine kleine Notiz zwischen Tür und Angel vorkommt.
Eine durchschaubare Story, durchzogen von wenig durchdachten Charakteren.

Bei einem so tollem Autor wollte ich bei weitem keine schlechte Rezension schreiben, und hätte am liebsten eine wohlwollende verfasst, aber der Autor konnte mich mit diesem Werk leider wirklich nicht überzeugen. Zu seiner Verteidigung lässt sich vielleicht noch sagen, dass dieses Buch möglicherweise für jüngeres Publikum gedacht war. Aber eigentlich bin ich ein Mensch, der sich auch an Kinderbüchern nicht stört und diese gerne liest. Nicht jedoch, wenn sie lieblos verfasst sind und der Autor es sich einfach leicht gemacht hat.
Von daher gibt es von mir leider nur 2,5 Sterne für den Herrn Pullman.

 

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